Norbert Diekmann: Joseph Weydemeyer, ein Führer der amerikanischen Arbeiterbewegung, aus Münster gebürtig
Für die westfälische Familiengeschichtsforschung bedurfte es nicht der Feiern zum 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung nach Nordamerika, um auf die Bedeutung dieses Phänomens hinzuweisen. Vor allem die Publikation der Auswandererlisten durch Fr. Müller in dieser Zeitschrift hat deutlich vor Augen geführt, welches Ausmaß die Auswanderung nach Amerika und anderswohin hatte.
Der überwiegende Teil der Auswanderer wurde durch wirtschaftliche Not in die Fremde getrieben. Neben diesen "Wirtschaftsassylanten" des 19. Jahrhunderts gab es noch so manchen, der im Gefolge der gescheiterten Revolution von 1848/49 mehr oder weniger schnell und heimlich sein Vaterland verlassen mußte. Einer von diesen war Joseph Weydemeyer. Das bewegte Leben dieses typischen Vertreters des linken Flügels der damaligen Opposition kann an dieser Stelle nicht ausführlich geschildert werden. Eine umfangreiche Biographie hat der DDR-Historiker Obermann geschrieben, einiges findet sich in den „Westfälischen Köpfen“ von W. Schulte.
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