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Geschichtliche Daten zur Gemeinde Stemwede

von Wilhelm Niermann

969

Erstmalige Erwähnung der damaligen Siedlungen Levern, Destel und Wehdem. 1000-Jahr-Feiern fanden 1969 in den vorgenannten Orten statt.

1227

Gründung eines Zisterzienserinnenklosters in Levern.

13. Jhdt.

Grundsteinlegung der St. Marienkirche in Dielingen; Anlegung des Schlosses in Haldem durch die Bischöfe von Minden.

1368

Übergang der Gerichtsbarkeit in der Freigrafschaft Stemwede auf den Bischof und das Kapitel des Bistums Minden.

1558

Umwandlung des Klosters in Levern in ein freiweltliches, adeliges Damenstift.

1810

Auflösung des Damenstiftes in Levern durch Napoleon.

1973

Bildung der Gemeinde Stemwede im Zuge der kommunalen Gebietsneuordnung durch Zusammenschluss der aufgelösten Ämter Dielingen-Wehdem und Levern.

Laut Gemeindeordnung NRW ist eine Gemeinde in Bezirke zu gliedern, diese sind hier in Stemwede nach den alten Kirchspielen geordnet, die zur Zeit der Auswanderung bestanden. Es gab hier nur evgl.-luth. Kirchengemeinden. 

Stemwede ist im nördlichsten Bereich von NRW zu finden an der Landesgrenze zu Niedersachsen. Entfernung zum Dümmer See ca. 15 km.

Das Kirchspiel Levern besteht aus: Levern, Destel, Sundern, Twiehausen und Niedermehnen (früher wurde Niedermehnen Mehnen genannt).

Das Kirchspiel Dielingen besteht aus: Dielingen, Drohne, Haldem und Arrenkamp.

Das Kirchspiel Wehdem besteht aus: Wehdem, Westrup, Oppendorf und Oppenwehe (früher wurde Oppenwehe Oppenwehde genannt).

Ich habe also versucht, für diese vorgenannten 13 Ortschaften alle Auswanderernamen zu finden und aufzulisten.

Zurzeit habe ich über 5650 Namen in einer Computerdatei erfasst und ich gehe davon aus, dass mir noch sehr viele Namen fehlen, hauptsächlich Frauen.

Durch die Lage zur Grenze nach Niedersachsen, früher Königreich Hannover bis 1865, sind viele Personen ohne Erlaubnis ausgewandert. Ein Fußweg von einer guten halben Stunde brachte sie in den Bereich des Königreiches Hannover und niemand nahm von dem Moment an zur Kenntnis, wohin sie wollten.

Da aus diesem Bereich auch viele Personen in den Bereich Posen gezogen sind, wo der preussische Staat große Anstrengungen der Neuansiedlung ab ca. 1890 unternahm, habe ich diese Personen auch in meine Datei aufgenommen, über 500 Personen sind gelistet.