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 Netzwerk westfälische Amerika-Auswanderung seit dem 19. Jahrhundert

Walter D. Kamphoefner: „Westfalen in der Neuen Welt“

Zur Jahresmitte 2006 ist Walter D. Kamphoefners erfolgreiches, 1982 in Münster erstmals herausgekommenes Buch

„Westfalen in der Neuen Welt“
Eine Sozialgeschichte der Auswanderung im 19. Jahrhundert

mit aktualisiertem Inhalt und in stark erweitertem Umfang (u.a. ergänzt um einen Überblick zum aktuellen Stand der Forschung zur deutschen transatlantischen Migration des 19. Jahrhunderts) neu erschienen. Verlag: V&R unipress Göttingen, 296 S., gebunden, ISBN 3-89971-206-4, Preis: € 34,00.

Der Autor Walter Kamphoefner, Ph. D., ist Professor für Modern History an der Texas A&M-University, College Station, Texas /USA und befindet sich während des Sommers 2006 erneut auf Forschungs- und Vortragsreise in Deutschland.

Zum Inhalt heißt es in einem Flyer der „Studien zur Historischen Migrationsforschung SHM 15“:

„Transatlantische Netzwerke bestimmten in hohem Grade Intensität und Zielrichtung der europäischen Massenauswanderung des 19. Jahrhunderts. Das ist ein zentrales Ergebnis der Pionierarbeit zur deutschen transatlantischen Migration von Walter D. Kamphoefner, die als ein faszinierendes Beispiel einer „Geschichte von unten“ in den „Studien zur Historischen Migrationsforschung“ in einer erheblich überarbeiteten Neuausgabe vorgelegt wird.

Mit Hilfe der Anwendung neuer Methoden und der Erschließung neuer Quellen gelingt es der Studie, die sich auf die preußische Provinz Westfalen, das Osnabrücker Land und das Oldenburger Münsterland konzentriert, weithin getrennt untersuchte europäische und amerikanische Aspekte der Migration miteinander zu verbinden. Diese transatlantische Perspektive hat die lange Zeit verbreitete These von der „Entwurzelung“ der Auswanderer widerlegt und ein mittlerweile herrschendes Paradigma der Migrationsforschung etabliert.

Durch die Verkettung personenbezogener Daten aus Auswandererlisten und US-Volkszählungsurlisten kann die Bedeutung der Kettenwanderung dokumentiert werden, die ganze Dörfer buchstäblich nach Amerika verpflanzte.“