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 Netzwerk westfälische Amerika-Auswanderung seit dem 19. Jahrhundert

Friedrich Schütte: „Westfalen in Amerika“

256 S., 196 Abb., Hardcover, Landwirtschaftsverlag Münster (2005), ISBN-Nr. 3-7843-3356-7, Best.Nr. 232, Bestell-Hotline 02501 – 801 300, Preis: € 34,95


Zeitungs- und Radioreporter Friedrich Schütte (geb.13.10.1933) hat in diesem seinem neuesten Buch die Ergebnisse von 40 Jahren privater Forschung auf den Spuren von vermutlich mindestens 300 000 westfälisch-lippischen Amerikafahrern aus dem 19.Jahrhundert zusammengefasst. Die eigenen Recherchen wurden dabei um aktuelle Forschungsergebnisse zahlreicher befreundeter deutscher und amerikanischer Wissenschaftler verschiedener Disziplinen ergänzt und (ohne wissenschaftlichen Anspruch) journalistisch-flott an 40 Lebensbildern berühmt gewordenen Westfalen in der Neuen Welt „aufgehängt“: Meist friedlicher„Heroes“, von denen man hierzulande bislang wenig oder auch noch gar nichts wußte.

Presse, Fachwelt und WDR-Fernsehen würdigen Buch „Westfalen in Amerika“

Inzwischen liegen sowohl aus der Fachwelt als auch von Presse und WDR-Fernsehen mehr als 50 Buchbesprechungen, Sendungen bzw. auszugsweise Veröffentlichungen und Würdigungen vor.

Hier können Sie sich die „Urteile“ als PDF Datei herunterladen.

Darin wird „Westfalen in Amerika“ durchgehend positiv, ja enthusiastisch begrüßt und als äußerst leicht lesbare, spannende Dokumentation gewürdigt. Darüber hinaus finden die sorgfältig-repräsentative Aufmachung und eine drucktechnisch ausgesprochen aufwändige Innengestaltung des Bandes nebst geradezu perfektem Vierfarbdruck auf Hochglanzpapier viel Lob und Anerkennung – womit letztlich auch der relativ hohe Preis des Buches erklärt werden kann.

Von der Erstauflage von 3 500 Exemplaren ist inzwischen mehr als die Hälfte über den Buchhandel in Deutschland (Vertriebs-Schwerpunkt Westfalen) und Übersee verkauft worden. Bei weiterhin positivem Absatz ist daran gedacht, „Westfalen in Amerika“ in einigen Jahren in einer zweiten, aktualisierten und erweiterten Ausgabe speziell für die USA in englischer Sprache herauszugeben.

Anhand vieler Auswanderer-Porträts Massenauswanderung nach USA erklärt

Die „Völkerwanderung“ von schätzungsweise 300 000 Westfalen sowie 400 000 Niedersachsen (unter insgesamt fast 7 Millionen Deutschen) zwischen 1830 und 1900 nach den USA zu erklären, ist wegen der damit verbundenen, riesig hohen, gleichwohl abstrakten Zahlen äußerst schwer. Deshalb hat sich der Autor Friedrich Schütte aus seinen in vier Jahrzehnten gesammelten oder ihm von anderen Migrationsforschern freundlicherweise zur Auswertung überlassenen Lebensbildern 40 AmerikafahrerInnen herausgesucht – Biographien von meist friedlichen „Heroes“, an deren Leben vielschichtig deutlich gemacht wurde, warum, wie und wann die unvorstellbare Wanderbewegung in die Neue Welt vonstatten ging.

Darüber hinaus erfährt der Leser Kapitel für Kapitel in spannenden (dabei sorgsam dokumentierten) Geschichten, wie im Rahmen der Kettenwanderung in Übersee „Neu Westfalen“ bzw. fast zahlose „Little Gemanies“ entstanden und was drüben aus den einzelnen „Helden“ des Buches geworden ist.

Nicht wenige Westfalen haben in Übersee US-Geschichte geschrieben

Wer waren eigentlich die „Scouts“, sprich Wegbereiter jener etlichen Hunderttausende, meist nur Plattdeutsch sprechenden (überwiegend bitterarmen) Westfalen in die Neue Welt?

Friedrich Schütte hat etliche von ihnen auf Friedhöfen, in Archiven und Museen persönlich aufgespürt, wie den Schwiegersohn des Herforder Landrats Philipp von Borries, Hermann Garlichs, der ab 1833 die Meller und Westerkappelner Auswanderer nach Missouri führte. Oder den Oelder Arzt Dr. Bernhard Bruns und dessen Frau Henriette („Jette“), die in 600 Briefen an ihren Bruder in Münster den Leidensweg nach und in ihrem „Neu Westfalen“ (Westphalia, Missouri) ungemein exakt und anrührend beschrieben hat. Oder evangelische Geistliche wie August Rauschenbusch(Altena), August Schmieding(Vlotho), A Kuhlenhölter (Wüsten) und andere, die als Gründer und Hirten von Herforder, Bielefelder, Bünder, Lipper, Lübbecker und Altenaer Auswanderergemeinden in der Prärie in die Geschichte eingegangen sind.

Professor Dr. Franz Boas aus Minden wurde als amerikanischer Anthropologe weltberühmt. Sein Onkel Abraham Jacobi hat in New York das erste Kinderkrankenhaus der USA gegründet. Heinrich Schlüter aus Oberlübbe wurde zumn Star-Architekt der Weltausstellungen in St. Louis und Chicago. Elisanbeth Ney aus Münster schuf als Texanerin die Marmorbüsten etlicher Gründerväter der USA im Capitol zu Washington D.C., Heuerlingssohn Heinrich Drügemöller aus Ostbevern wurde als Henry Möller Erzbischof von Cincinnati. Die Stromberger Gebrüder Griesedieck schufen in St. Louis das zeitweilig größte amerikanische Brauerei-Imperium.

Und dann die Söhne westfälischer Auswanderer: Der Vater des Gründers der Boeing-Werke in Seattle, William Boeing, wanderte als Wilhelm Böingh vom Schultenhof in Heeren bei Unna bzw. von seinem Elternhaus bei Hagen nach Nordamerika aus. Professor Dr. Reinhold Niebuhr aus Hardissen bei Lage (Lippe) wurde in den 1930er Jahren und bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg das moralische Gewissen der Nation: Als offizieller Ethik-Berater von vier amerikanischen Präsidenten, von Roosevelt bis Johnson, durfte Niebuhr den damaligen USStaatslenkern (sozusagen auftragsgemäß) die Leviten lesen und schrieb überdies als Präsident der ersten Ökumenischen Weltkirchenkonferenz 1948 in Amsterdam Weltgeschichte.

Eine Buchrezension von Dr. Alfred Wesselmann

Der Historiker Dr. Alfred Wesselmann (Lengerich) über Friedrich Schüttes neues Buch über westfälische Amerikafahrer des 19. Jahrhunderts aus dem Landwirtschaftsverlag, Münster.

Die Buchrezension als Word-Dokument (.doc) herunterladen.
Die Buchrezension als PDF Datei (.pdf) herunterladen.

Inhaltsverzeichnis “Westfalen in Amerika”

V o r w o r t

  1. Ziel: Die eigene Farm in Amerika Jürnjakob Swehn, Heinrich Vogel und Hunderttausende andere Amerikafahrer aus Westfalen verwirklichen ihren Lebenstraum (Allgemein/OWL)
  2. 300 000 Westfalen in der „Neuen Welt“ (Allgemein)
  3. Einen eigenen Bahnhof in Minden/Nevada für „Rinderkönig“ H.F. Dangberg aus Halle (Westf.) (OWL)
  4. Oelder Arzt Dr. Bernhard Bruns: Ein Pfadfinder der Kettenwanderung katholischer Westfalen nach Missouri (MS)
  5. Dr. Abraham Jacobi aus Hartum: Gründer der ersten US-Kinderklinik und Reformer der Kinderheilkunde (OWL)
  6. Briefe Gerdemann & Co: Beste Werbung für eine Auswanderung in die „Neue Welt“ (MS)
  7. Dr. Ernst Kapp, Lehrmeister für Demokratie westfälischer „Achtundvierziger“ flieht nach U.S.A. (OWL)
  8. Revolutionär Friedrich Kapp aus Hamm (Westf.): Erst Flucht nach New York, dann Mitglied des Reichstages (OWL+MS)
  9. Die Marmetts aus Ostbevern als Reeder und Kapitäne auf Ohio und Mississippi (MS)
  10. Ein Blomberger Bürgermeistersohn segelte schon1693 in die „Neue Welt“ (OWL/DT)
  11. Aus Liebe zu Adelheid von Borries nach Amerika: Hermann Garlichs gründet mit Tecklenburgern die erste evangelische Gemeinde westlich des Mississippi (OWL+MS)
  12. Bismarcks harte Religionspolitik trieb den „Orden der Christlichen Liebe“ nach Übersee (OWL+MS)
  13. Lipper Julius Vord(t)riede: Redakteur einer neuen Verfassung für den Staat New York (OWL+DT)
  14. Franz-Arnold Hoffmann aus Herford: Pfarrer, Banker, Lt. Governor, PR-Manager für den „Sklavenbefreier“ Abraham Lincoln (OWL)
  15. Hermann Kriege aus Lienen schrieb von New York City aus Presse-Geschichte(n) (MS+OWL)
  16. Lipischer Oberst Emil von Donop unterlag 1777 am vor Fort Delaware den Truppen George Washingtons (DT+OWL)
  17. Von Amerika heimgerufen, um im Sauerland „Backes Hof“ zu erben (HSK)
  18. Im Strohsack bettelarm aus Westfalen geflohen, in Oklahoma als „Öl-Farmer“ steinreich gestorben (OWL)
  19. Clemens August Hunck aus Duelm (Minnesota) schickte 1875 Saatmais nach Dülmen (Westfalen) (MS)
  20. Bauer Friedrich Reineking segelte 1847 mit seinen 111 Langenholzhausern nach „Neu Lippe“ Wisconsin (DT+OWL)
  21. Ein „Königreich“ in Kalifornien für Goldsucher Peter Friedrich Tarke (OWL)
  22. Kunstwerke von Elisabeth Ney aus Münster schmücken das Capitol in Washington D.C. (MS)
  23. Bauernsohn Heinrich Schlüter, Star-Architekt der Weltausstellungen Chicago 1893 / St. Louis 1903 (OWL)
  24. Theodor Canisius aus Allendorf, Sauerland: Redakteur, Verleger und Botschafter Lincolns (HSK)
  25. Wilhelm von Laer: Achtundvierziger Flüchtling als Gründungsvater der „Westfälischen Landschaft“ (OWL)
  26. Bruder Adrian Wewer aus Harsewinkel: Baukastensystem für Kirchbau in den U.S.A. (MS)
  27. Franz Boas aus Minden: Bedeutendster Anthropologe seiner Zeit auf der Welt! (OWL)
  28. Familienzweig Derenthal aus dem Warburger Land: Vom Indianer-Missionar in Wisconsin bis zu einer Muster-„Stock-Farm“ in Minnesota (OWL)
  29. Nach Münsterländer Rezept Bier für Jersey City und „Big Apple“ New York (MS)
  30. “Hegelianer” Heinrich Conrad Brockmeyer in “Hall of Fame” führender US-Philosophen (OWL)
  31. C.F.G. Meyer aus Ilwede, Stemweder Berg: Vom bettelarmen Schäfer zum Multimillionär (OWL)
  32. Ein Amerikaner aus Westfalen als Missionar in dem ehemaligen „Deutsch-Südwestafrika“ (OWL)
  33. Berühmte Söhne westfälischer Auswanderer: (MS+OWL+DT)
  34. Roots von “Columbia”-Chef William Mc. Cool führen zu Familien Peithmann und Huck in Hille (OWL)
  35. DAUSA und die Osnabrücker Auswanderer-Forschung (Allgemein)
  36. www.amerikanetz.de: Westfälische und südniedersächsische Auswandererforscher bündeln Wissen und Erfahrung per Internet (Allgemein)
  37. 17 westfälische Partnerstädte mit 19 Sister Cities in U.S.A (Allgemein)
  38. 50 Jahre nach Start von „Sister Cities International“ : Bilanz gemeindlicher Beziehungen zwischen Westfalen und U.S.A. (Allgemein)

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